Franziskusweg in der Wildschönau - als Zeichen des Friedens

Vom heiligen Franziskus gibt es einen Lobgesang an den Schöpfer, der unter dem Namen "Sonnengesang des heiligen Franziskus" weltweite Verbreitung gefunden hat. Diesem Vorbild folgend sollte ein Besinnungsweg gestaltet werden, der Natur und Kunst in einmaliger Weise verbindet.
Dem akademischen Bildhauer Hubert Flörl ist es gelungen, die Friedensidee des Heiligen in eindrucksvollen, klaren Formen darzustellen. Neun Stationen, eingebunden in die herrliche Landschaft der Wildschönau, sollen zu einer neuen Beziehung zur Schöpfung anregen.

Der Weg, der zwischen den Kirchdörfern Niederau und Oberau in der Wildschönau vorbei am Bergbauernmuseum verläuft, zeigt die Strophen an die Sonne, an das Universum, an den Wind und das Wetter, an das Wasser, an das Feuer, an die Welt mit ihren Samen und Früchten, an die Liebe und an den Tod.

Der Franziskusweg soll dazu beitragen, in einer Zeit zunehmender sozialer Probleme die Beziehung zu den Mitmenschen zu vertiefen. Er soll uns wieder sensibler machen für die Größe und Herrlichkeit der Schöpfung. Er soll anregen, wieder dankbarer zu sein für alles Gute und Schöne, das uns mit der Schöpfung geschenkt wurde.

An das Universum
Höchster, allmächtiger, guter Herr, dein ist das Lob, die Herrlichkeit, die Ehre und jeglicher Segen.
Dir allein gebührt sie, Höchster, und kein Mensch ist würdig, dich zu nennen.

An die Sonne
Gelobt seist du, mein Herr, mit all deinen Geschöpfen, besonders die Schwester Sonne, die uns den Tag schenkt und durch die du uns leuchtest.
Und schön ist sie udn strahlend mit großem Glanz.

An den Mond und an die Sterne
Gelobt seist du, mein Herr, für den Bruder Mond und die Sterne, am Himmel hast du sie geformt, klar und kostbar schön.

An den Wind und das Wetter
Gelobt seist du, mein Herr für den Bruder Wind, für die Luft und Wolken, für heiteres und jegliches Wetter, durch das du deine Geschöpfe am Leben erhältst.

An das Wasser
Gelobt seist du Herr, mien Herr für das Wasser, sehr nützlich ist es, und demütig und kostbar und keusch.

An das Feuer
Gelobt seist du, mein Herr für das Feuer, durch das du uns die Nacht erhellst.
Und schön ist es und fröhlich und kraftvoll und stark.

An die Welt mit ihren Samen und Früchten
Gelobt seist du, mein Herr für unsere Mutter Erde, die uns erhält udn lenkt und vielfältige Früchte hervorbringt, mit bunten Blumen und Kräutern.

An die Liebe
Gelobt seist du, mein Herr für jene, die verzeihen um deiner Liebe willen und Krankheit ertragen und Not.
Selig, die ausharren in Frieden, denn du, Höchster, wirst sie einst krönen.

An den Tod
Gelobt seist du, mein Herr für unseren Bruder, den leiblichen Tod; kein lebender Mensch kann im entrinnen.
Wehe jenen, die in tödlicher Sünde sterben.
Selig, die er finden wird in deinem heiligsten Willen, denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun.

 

 

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